Der Krebs zeigt sein Gesicht: Tag X

Der Krebs zeigt sein Gesicht: Tag X. Morgendliches Eincremen des Halses. Ein harter, dick angeschwollener Lymphknoten über dem linken Schlüsselbein. Eine unvorstellbare Panik erfasste mich binnen Sekunden. Meine Gedanken überschlugen sich. Plötzlich ergab mein Unwohlsein in den vergangenen Monaten einen Sinn. Die Beschwerden fügten sich zu einem bösen Bild zusammen: Lymphdrüsenkrebs.

Google gab meinem Bauchgefühl prompt Recht und ich machte mich tränenüberströmt sofort auf den Weg zu meinem Hausarzt.

An jenem Dienstag, dem 09. April 2013 begann die wohl schlimmste Zeit meines Lebens.

Im Übrigen handelte es sich um meinen ersten freien Tag vor unserem Traumurlaub inklusive Südseemärchenhochzeit im Mai und ich hatte für 11 Uhr einen Friseurtermin vereinbart. Viertel vor elf stellte ich den geschwollenen Lymphknoten meinem Hausarzt vor. Er beruhigte mich und schlug vor, mir am nächsten Morgen Blut abzunehmen, um das Ergebnis dann am Donnerstag auswerten zu können. Er betonte, dass eine bösartige Ursache wie Krebs sehr unwahrscheinlich sei und ich mich doch auf den anstehenden Urlaub und meine Hochzeit freuen solle. Auf meine Nachfrage hin, dass der Virchow-Lymphknoten laut medizinischen Webseiten nur bei bösartigen Krebserkrankungen anschwillt, lächelte er. Er sollte leider nicht Recht behalten. Der Krebs war zweifellos in mir.

Den Friseurtermin nahm ich trotzdem wahr, sonst wäre ich wahrscheinlich verrückt geworden vor Angst. Danke, liebe Silke, für die beruhigenden Stunden!

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