Meine erste OP – Lymphknotenentnahme

Lymphknotenentnahme – der Kampf um einen OP-Termin. Gleich am nächsten Tag, den 12. April 2013 fand ich mich in der HNO-Klinik Friedrichstadt ein und ließ erneut meine Lymphknoten am Hals ultraschallen. Der Arzt fand weitere geschwollene Lymphknoten rund um die Schilddrüse und meinte ebenfalls, dass ein oder mehrere Lymphknoten zu Diagnosezwecken zügig entnommen werden sollten. Er schickte mich mit den entsprechenden Unterlagen in die Patientenaufnahme. Eine zuständige Mitarbeiterin setzte sich zu mir und schaute den OP-Terminkalender durch. Dabei bewegte sie ihren Kopf nachdenklich hin und her und ich ahnte, dass die Klinik nicht gerade mit einem freien Bett auf mich gewartet hatte. Als sie dann meinte, ich müsste mich mehrere Woche gedulden, schilderte ich ihr die Verdachtsdiagnose, um die Dringlichkeit der Entnahme des Lymphknotens zu betonen. Sie ging kurz in einen anderen Raum und kam dann zurück, um mir mitzuteilen, dass sie mich am 2. Mai 2013 „einschieben“ könne. Die Voruntersuchung wäre dann am 30.04.2013. Ich kam nicht umhin, wiederholt darzulegen, dass wir den 12. April hatten und ich bei dem Verdacht auf Lymphknoten-Krebs allein aus psychischen Gesichtspunkten nicht noch so lange warten könne, zumal der entnommene Lymphknoten in der Pathologie zur histologischen Untersuchung muss, was wiederum ein paar Tage in Anspruch nehmen wird. Sie bedauerte dies, könne mir aber nicht helfen. Ich sollte mich dann melden, ob ich den OP-Termin wahrnehmen möchte.

Total sauer und enttäuscht verließ ich die Klinik. Unmöglich konnte ich noch fast 20 Tage auf die Operation, ergo noch mindestens vier Wochen auf den histologischen Befund des Lymphknotengewebes warten! Ich beschloss, mich am kommenden Montag, den 15. April in der Uniklinik Dresden vorzustellen.

An diesem 12. April 2013 Tag lag noch etwas sehr Unschönes vor mir: Ich musste unsere Südseemärchenhochzeitsreise stornieren… 😥

Nach dem Wochenende fand ich mich am Montag in der HNO-Ambulanz der Dresdner Uniklinik ein. Das Warten war wie immer das Schlimmste, da man jede Menge Zeit zum googeln und gruseligem Gedankenmachen hat. Als ich an die Reihe kam – mittlerweile kannte ich das Procedere – untersuchte die junge Ärztin per Ultraschall meinen Hals und bestätigte ziemlich unsensibel – vergleichbar mit der jungen Ärztin in der Radiologie -, dass sie bösartig veränderte Lymphknoten vermute und „das Ganze auf eine Chemotherapie hinauslaufen wird“. Zu diesem Zeitpunkt war ich bereits nicht mehr ganz so panisch als die Woche zuvor, allerdings konnte ich meine Tränen bei diesem Satz in diesem Ton dann doch nicht zurückhalten. Daraufhin sagte sie noch, dass diese Diagnose „kein Grund sei, den Kopf in den Sand zu stecken“. So wenig geschult sie in Sachen Patientenkommunikation scheinbar war, wenigstens vertrat sie die Meinung, dass eine Gewebeprobe des Lymphknotens schnellstmöglich zu entnehmen sei und ich begab mich zur Aufnahmestation. Die dort zuständige Mitarbeiterin gab sich wirklich Mühe, zeitnah einen Termin für mich „freizuschaufeln“, so dass ich schon vier Tage später zur Voruntersuchung kommen durfte und die OP für den 22. April geplant war. Ein kleines Erfolgserlebnis.

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